Eltmann vor der Saison 2026/27
Die Netze hängen, die Bälle sind aufgepumpt und die neue Saison kann kommen. Am 19. September startet in Eltmann die Spielzeit 2026/27 – und bei den CERATONIA Volleys ist kaum etwas so, wie es noch vor wenigen Monaten war.
Umbruch in Eltmann
Sechs Abgänge, sieben Neuzugänge, ein neuer Trainer und ein neuer Kapitän: Der Eltmanner Kader hat sich im Sommer grundlegend verändert. Nach einer Saison, in der die Mannschaft den Sprung in die Playoffs knapp verpasste, soll nun eine neue Ära beginnen. Der Umbruch bringt dabei zunächst einmal einige bekannte Namen aus der vergangenen Saison auf die Abschiedsliste. Jason Lieb kehrt zu seinem Heimatverein Mömlingen zurück, Mattis Hau sucht dort nach mehr Spielzeit und Perica Stanić zieht es zurück zum SV Schwaig. Robin Stolle wechselt zum amtierenden Meister Blue Volleys Gotha und möchte dort – ähnlich wie sein Vorgänger Ben Bierwisch – um die Meisterschaft spielen. Auch Bruno Simunic verabschiedet sich aus dem aktiven Bundesliga-Alltag. Nachdem er zuletzt noch die Spielzüge auf dem Feld dirigierte, wartet nun eine neue, mindestens genauso verantwortungsvolle Aufgabe: als Vater möchte er künftig vor allem die Familienplanung zu Hause erfolgreich gestalten. Auch Maximilian Kolbe verlässt nach mehreren Jahren den Verein. Im fortgeschrittenen Volleyballalter wird es schließlich nicht einfacher, jedes Wochenende die gleiche Leistung abzurufen. Gleichzeitig bietet der Abschied die Möglichkeit, mehr Zeit mit seiner Freundin und Freunden zu verbringen – gerade am Wochenende ein Luxus, der in den vergangenen Jahren häufig zu kurz kam.
Aus Umbruch wird Aufbruch
Doch in Eltmann möchte man nicht zurückblicken, sondern vor allem nach vorne. Mit zahlreichen Neuzugängen kommt viel frischer Wind in die Mannschaft. Auf der Zuspielposition sollen Benedikt Gerken und Philipp Oster für Konkurrenz und Qualität sorgen. Gerken bringt dabei bereits Erstligaerfahrung mit, Oster kennt aus seiner Zeit in Bühl bereits den Eltmanner Diagonalspieler Alex Duncan Thibaut und freut sich auf das gemeinsame Wiedersehen. Mit Aaron Neumann kommt ein weiterer Spieler mit Bühler Vergangenheit aus der höchsten österreichischen Spielklasse nach Eltmann, der insbesondere mit seinem Aufschlag für Kopfschmerzen beim Gegner sorgen dürfte. Levin Johne kehrt als junger Diagonalspieler in seine Heimat zurück und möchte nach seiner Zeit beim VCO München in Eltmann den nächsten Schritt machen. Auch Moritz Wöls sieht in Eltmann die Chance, sich weiter Richtung Profivolleyball zu entwickeln. Sein Hobby Ukulele darf dabei gerne bleiben – auf dem Volleyballfeld soll nun allerdings der nächste Akkord angeschlagen werden. Thomas Stretz ist dagegen ein Neuzugang mit bekanntem Gesicht. Er gehörte bereits in der vergangenen Saison zum Kader, konnte aufgrund familiärer Verpflichtungen allerdings nur selten trainieren oder spielen. Nun soll er deutlich regelmäßiger zur Verfügung stehen. Ein weiterer Teil des Umbruchs ist Nikas Kluge vom Bundesstützpunkt Friedrichshafen. Technisch und taktisch bereits hervorragend ausgebildet, bringt er genau das Entwicklungspotenzial mit, das zum neuen Eltmanner Weg passt. Besonders interessant blickt man in Eltmann auf den Quereinsteiger Tim Gebauer, der nach seiner Zeit bei Hannover 96 nun auch in der Halle sein Können unter Beweis stellen möchte. Komplettiert wird der Eltmanner Kader durch Arshia Feizollahi, der die Defensive der Eltmanner verstärken soll und ebenfalls auf eine Bühler Vergangenheit zurückblickt.
Neue Impulse auch neben dem Feld
Der Neustart beschränkt sich allerdings nicht auf den Spielerkader. Nach dem Abschied von Vladimir „Raka“ Rakić, der sich künftig beim SV Schwaig an der Seitenlinie engagiert,übernimmt Christian Nowak erstmals das Traineramt. Ein echter Eltmanner Volleyball-Insider braucht über Nowak eigentlich nicht viele Worte zu verlieren: Entschlossenheit, Ehrgeiz, Kampf und Motivation gehören zu seinen Markenzeichen. Dass er das letzte Prozent aus seinen Spielern herausholen möchte, dürfte deshalb niemanden überraschen. Und wer im Training einmal die notwendige Einstellung vermissen lässt, darf sich vermutlich schon auf die eine oder andere zusätzliche „Motivationseinheit“ freuen. Für ähnliche Werte steht auch Gavra Meduric, der nach einem Jahr Pause den Weg zurück in die Halle gefunden hat und Nowak als Co-Trainer begleiten wird. Unterstützung bekommen Nowak und Meduric zudem von Marko Knauer, der als Bindeglied zwischen Mannschaft und Verein fungieren und seine Erfahrung und vor allem seine menschlichen Qualitäten in das junge Team einbringen soll. Eine Konstante bleibt außerdem Johannes Pfäffle. Der wohl beste Physio der Liga wird auch nächstes Jahr für das körperliche Wohl der Spieler kümmern und sorgt somit für große Freude im ganzen Verein. Viel Glück wünscht man in Eltmann zu guter Letzt auch dem ehemaligen Taktik- und Scoutingexperten Thomas Wüstner. Nach bestandener A-Trainerprüfung wagt er den nächsten Schritt und schließt sich dem Team aus Memmelsdorf an, wo er künftig als Cheftrainer an der Seitenlinie auf Punktejagd gehen wird.
„Immer alles geben“
Auch auf dem Feld gibt es einen neuen Anführer. Melf Urban übernimmt das Kapitänsamt von Johannes Engel, der der Mannschaft natürlich trotzdem weiterhin erhalten bleibt. Gemeinsam mit Alex Duncan Thibaut, Ben Urban, Jannik Färber und Eltmanns Eigengewächs Tobias Werner bildet Engel einen wichtigen Teil der Verbindung zwischen der vergangenen und der neuen Eltmanner Mannschaft. Im Rahmen des traditionellen Teambuilding Events beim langjährigen Partner Portapatet einigte man sich außerdem auf ein sehr bekanntes Motto:
„Immer alles geben.“ Ein Satz, der nicht ganz zufällig an einen gewissen Oliver Kahn erinnert. Der „Titan“ machte aus dieser Einstellung schließlich einst eine ganze Philosophie. In Eltmann soll sie nun ebenfalls zum täglichen Begleiter werden – im Training, im Spiel und über die gesamte Saison.
Eltmann als Herausforderer
Die Voraussetzungen dafür sind spannend. Titelverteidiger Gotha geht erneut als großer Favorit in die Saison. Dahinter ist die Liga allerdings so eng wie selten zuvor. Dachau, Grafing, Dresden, Kriftel und weitere Teams haben Ambitionen auf die Playoffs. Und mittendrin: die CERATONIA Volleys. Auch innerhalb der Liga wird Eltmann einiges zugetraut. Donau-Volleys- Zuspieler Jonas Daschke sieht in der Mannschaft sogar das Potenzial, jeden Gegner der Liga zu schlagen, wenn sie als Team zusammenfindet. Auch die Volleyball-Bundesliga zählt Eltmann zu den Mannschaften, die in der kommenden Saison eine gewichtige Rolle spielen können. Das Entscheidende wird deshalb sein, wie schnell aus den vielen neuen Gesichtern eine Einheit wird. Nach dem großen Umbruch geht es in Eltmann nicht darum, von heute auf morgen alles neu zu erfinden. Vielmehr soll eine Mannschaft entstehen, die sich sportlich weiterentwickelt und langfristig für Stabilität und Kontinuität steht. Die neue Saison ist damit nicht nur eine weitere Spielzeit, sondern der Startpunkt für etwas, das in den kommenden Jahren wachsen soll.
Gemeinsam für Eltmann
Dass dieser Weg möglich ist, wäre ohne die zahlreichen Sponsoren und Partner des Vereins nicht denkbar. Gerade in der aktuellen Zeit ist die Unterstützung aus dem Umfeld entscheidend, um Bundesliga-Volleyball in Eltmann auf diesem Niveau anbieten zu können. Zu dem neuen Kapitel gehören natürlich auch die Fans, welche sich auch in der kommenden Saison wieder auf die Cheerleader, neue Catering-Angebote und einige Überraschungen freuen dürfen, sodass nur wenige Gründe übrig bleiben, den Samstagabend lieber mit der Sportschau zu verbringen. Teammanager Rolf Werner richtet deshalb einen klaren Appell an die Eltmanner Volleyballfans: „Unterstützt die Jungs und helft uns dabei, hier etwas Großes aufzubauen. Die Jungs geben jeden Tag alles und werden sich den Arsch aufreißen, um euch zu zeigen, was sie auf dem Kasten haben. Verzeiht ihnen den ein oder anderen Fehler und eventuelle Anfangsnervosität und seid dabei, wenn es in Eltmann wieder so richtig spannend und laut wird.“
Neue Spieler, neuer Trainer, neuer Kapitän – aber dieselbe Leidenschaft für Volleyball. Die CERATONIA Volleys starten in eine neue Ära. Und eines ist dabei klar: Es wird alles gegeben.