Eltmann will auch gegen Karlsruhe punkten

Nächster Härtetest für die CERATONIA Volleys 

Der Saisonstart ist geglückt. Mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung und einem verdienten Erfolg gegen Dresden haben die CERATONIA Volleys Eltmann bereits im ersten Saisonspiel ein Ausrufezeichen gesetzt. Doch nach dem spielfreien Wochenende gilt es nun, den gelungenen Auftakt richtig einzuordnen. Am Samstag empfängt das Team von Trainer Christian Nowak die Baden Volleys Karlsruhe II zum zweiten Heimspiel der Saison.

Gelungener Auftakt, aber noch kein Grund zum Abheben

Die Freude über den gelungenen Saisonstart war groß. Vor einer beeindruckenden Kulisse präsentierte sich die neu formierte Mannschaft geschlossen, kämpferisch und bereits erstaunlich eingespielt. Dennoch bleibt die Erwartungshaltung rund um das Team bewusst zurückhaltend. Nach wie vor befinden sich die CERATONIA Volleys mitten in einem Umbruch. Zahlreiche neue Spieler, neue Abläufe und ein neuer Trainer benötigen Zeit, um sich weiterzuentwickeln. Auch wenn das erste Spiel vielversprechend verlief, ist man sich im Verein bewusst, dass nicht jedes Wochenende so reibungslos verlaufen wird. Viele Automatismen und das Zusammenspiel zwischen Zuspielern und Angreifern müssen sich erst noch entwickeln. Das große Potenzial der jungen Mannschaft ist unbestritten, doch der eingeschlagene Weg soll langfristig und nachhaltig verfolgt werden.

Eine Liga ohne klare Favoriten

Auch die ersten Spieltage der neuen Saison bestätigen den Eindruck aus der Vorbereitung. Die 2. Bundesliga Süd präsentiert sich ausgeglichener denn je. Während die CERATONIA Volleys bislang erst ein Saisonspiel absolviert haben, sind viele Konkurrenten bereits deutlich häufiger im Einsatz gewesen. Nach drei Spieltagen sind lediglich zwei der 14 Mannschaften noch ungeschlagen, keine Mannschaft konnte bislang die maximale Punktausbeute einfahren. Für Christian Nowak kommt diese Entwicklung wenig überraschend: Die Liga ist in der Breite stärker geworden und jeder Gegner ist in der Lage, an einem guten Tag für eine Überraschung zu sorgen. Entsprechend besitzt die aktuelle Tabelle noch wenig Aussagekraft.

Karlsruhe mit aufsteigender Form

Mit Karlsruhe II wartet nun eine der wohl unangenehmsten Aufgaben der Liga. Als zweite Mannschaft eines Erstligisten verfügen die Baden Volleys über eine besondere Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten, die den Sprung in den Bundesliga-Kader schaffen möchten. Die Ergebnisse der vergangenen Wochen unterstreichen die Qualität der Gäste. Nach Niederlagen gegen Botnang und Grafing zeigte die Formkurve zuletzt klar nach oben. Vor allem der überzeugende 3:1-Erfolg gegen Eltmanns Lokalrivalen Schwaig sorgte ligaweit für Aufmerksamkeit und auch in der vergangenen Saison taten sich die CERATONIA Volleys gegen Karlsruhe bereits schwer. Nach einer deutlichen Führung musste man sich im zweiten Saisonspiel vor heimischer Kulisse knapp mit 2:3 geschlagen geben. Entsprechend groß ist der Respekt vor dem kommenden Gegner. „Karlsruhe ist eine sehr gefährliche Mannschaft. Die Ergebnisse der letzten Wochen sprechen für sich. Wir erwarten einen sehr starken Zweitligisten und wissengenau, was auf uns zukommt“, erklärt Christian Nowak.

Der Star heißt Mannschaft

Eine der spannendsten Fragen rund um den Neuaufbau in Eltmann lautete zuletzt, wer künftig die Verantwortung auf dem Feld übernehmen wird. Die Antwort könnte jedoch deutlich einfacher sein als erwartet. Bislang zeichnet die Mannschaft vor allem eines aus: Geschlossenheit. Zwar verfügt der Kader über einige erfahrene Spieler, doch beim Auftakt gegen Dresden waren es weniger einzelne Akteure als vielmehr das Kollektiv, das den Unterschied ausmachte. Der Einsatz im Training ist hoch, die Stimmung innerhalb der Mannschaft hervorragend und der gemeinsame Wille spürbar, sodas es am Ende vielleicht gar keinen klassischen Leader benötigt und die größte Stärke vielmehr genau das sein wird, was die Zuschauer bereits im ersten Heimspiel erleben durften: Zusammenhalt, Kampfgeist und die Bereitschaft, füreinander einzustehen.

Vorfreude auf das Wiedersehen mit den Fans

Personell müssen die CERATONIA Volleys weiterhin auf Moritz Wöls verzichten, der gesundheitsbedingt länger ausfallen wird. Dass der Mittelblocker das Wochenende stattdessen auf der Wiesn verbringen könnte, gehört aktuell eher in die Kategorie hartnäckiger Fan-Gerüchte. Offizielle Bestätigungen liegen dem Verein jedenfalls nicht vor.

Besser sieht es hingegeb bei Alex Duncan-Thibault aus. Der Kanadier befindet sich nach seiner langen Geschäftsreise und kleineren gesundheitlichen Rückschlägen weiterhin auf dem Weg zurück zu seiner Bestform und freut sich bereits auf die grandiose Stimmung in der Georg-Schäfer-Halle. „Der Auftritt gegen Dresden war ein guter erster Schritt, aber eben auch nur ein erster Schritt. “Wir freuen uns riesig auf das nächste Heimspiel und wollen an die Leistung anknüpfen. Gleichzeitig wissen wir, dass wir weiterhin Geduld brauchen und noch lange nicht am Ende unserer Entwicklung angekommen sind“, erklärt der charismatische Kanadier und bringt damit die aktuelle Stimmung rund um die CERATONIA Volleys auf den Punkt.