CERATONIA Volleys wollen gegen den SV Schwaig den nächsten Heimsieg feiern
Nach dem großen Volleyballabend gegen den amtierenden Meister aus Gotha wartet auf die CERATONIA Volleys Eltmann bereits das nächste Saisonhighlight. Am Samstag gastiert mit dem SV Schwaig nicht nur ein Lokalrivale, sondern zugleich eine Mannschaft in der Georg-Schäfer-Halle, die den Gastgebern alles abverlangen dürfte. Für beide Teams besitzt das Derby richtungsweisenden Charakter.
Trotz Niederlage weiterhin voll im Soll
Die knappe 2:3-Niederlage gegen Gotha hat am vergangenen Wochenende gezeigt, dass Eltmann auch mit den stärksten Mannschaften der Liga mithalten kann. Über weite Strecken begegneten die CERATONIA Volleys dem amtierenden Meister auf Augenhöhe und belohnten sich nach einer starken Vorstellung zumindest mit einem verdienten Punkt. Besonders in den ersten drei Durchgängen überzeugte die Mannschaft mit mutigem Volleyball, hohem Druck und großer Leidenschaft.
Entsprechend gibt es trotz der ersten Saisonniederlage keinen Grund, vom eingeschlagenen Weg abzuweichen. Nach dem gelungenen Saisonstart befindet sich Eltmann weiterhin voll im Soll. Nun wird es darauf ankommen, die positiven Erkenntnisse aus dem Gotha-Spiel mitzunehmen und in den entscheidenden Situationen noch etwas konstanter aufzutreten. Spannend wird dabei auch die Reaktion der Mannschaft auf die erste Niederlage. Kapitän Melf Urban ist mittlerweile wieder ins Training eingestiegen. Ob er bereits gegen Schwaig auf das Spielfeld zurückkehren kann, wird sich allerdings erst kurzfristig entscheiden.
Ein Derby mit großer Bedeutung
Der Blick auf die Tabelle verleiht der Partie zusätzliche Brisanz. Mit Leipzig, Gotha, Dachau und Kriftel beginnt sich an der Spitze bereits eine Gruppe von Mannschaften abzusetzen. Für Eltmann bietet sich gegen Schwaig daher die Gelegenheit, den Anschluss an die vorderen Plätze zu halten und gleichzeitig einen direkten Konkurrenten auf Distanz zu halten. Die bisherige Bilanz der Gäste sollte dabei keineswegs über ihre tatsächliche Qualität hinwegtäuschen. Schwaig konnte zwar nur zwei seiner ersten sechs Saisonspiele gewinnen, traf zuletzt mit Leipzig, Kriftel und Dachau aber gleich auf mehrere Spitzenteams der Liga. Zudem verlor der SV bislang keine Partie ohne eigenen Satzgewinn und kämpfte sich bereits zweimal nach einem 0:2-Rückstand noch in den Tiebreak. Gegen Botnang gelang der Mannschaft sogar die komplette Wende zum Sieg. Auch personell hat sich der Lokalrivale deutlich verändert. Insbesondere im Außenangriff verfügt Schwaig über viel Athletik und Durchschlagskraft. Für zusätzliche Freude sorgt zudem das Wiedersehen mit einigen alten Bekannten. Seit Saisonbeginn steht mit Vladimir Rakic der ehemalige Eltmanner Trainer an der Seitenlinie des SV Schwaig. Darüber hinaus kehren Felix Reschke sowie Perica Stanic an ihre frühere Wirkungsstätte zurück, wo sie gemeinsam unter anderem den Gewinn der Meisterschaft feiern konnten. Neben dem sportlichen Kräftemessen bleibt dabei auch Zeit für freundschaftliche Begegnungen. „Ich freue mich schon auf das Bier nach dem Spiel. Mal schauen, ob Peki wieder sein eigenes Fläschchen dabei hat oder ob ich ihn auf ein leckeres Franz Josef einladen darf“, blickt Johannes Engel mit einem Schmunzeln auf das Wiedersehen mit seinem langjährigen Weggefährten voraus.
Ein besonderes Geschenk für Rolf Werner
Neben der sportlichen Bedeutung besitzt die Begegnung auch eine besondere emotionale Note. Rolf Werner durfte unter der Woche seinen 70. Geburtstag feiern. Seit Jahrzehnten ist sein Name untrennbar mit dem Volleyball in Eltmann verbunden und er hat die Entwicklung des Sports vor Ort wie kaum ein anderer geprägt. Ein Heimsieg gegen den Lokalrivalen aus Schwaig wäre deshalb sicherlich ein ganz besonderes nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Dafür wollen die CERATONIA Volleys erneut auf die Unterstützung ihrer Fans bauen. Bereits gegen Gotha verwandelten beide Fanlager die Georg-Schäfer-Halle in einen echten Hexenkessel und sorgten für eine Atmosphäre, die dem hochklassigen Volleyballabend einen würdigen Rahmen verlieh. Genau diese Stimmung soll die Mannschaft nun auch im Derby tragen. Wenn Zuschauer und Team erneut zu einer Einheit werden und die Georg-Schäfer-Halle von Beginn an hinter den Volleys steht, dürfte alles angerichtet sein für den nächsten großen Volleyballabend.
Das Ziel ist klar: die Halle erneut zum Kochen bringen, das Derby für sich entscheiden und mit einem Heimsieg den gelungenen Saisonstart weiter vergolden.