CERATONIA Volleys unterliegen Rottenburg knapp im Tie-Break
Trotz einer enormen Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel gegen Gotha mussten die CERATONIA Volleys am vergangenen Samstag die nächste Niederlage hinnehmen. In einer hochspannenden Partie, die bis zum letzten Punkt völlig ausgeglichen blieb, unterlag das Team dem nach wie vor ungeschlagenen Gegner aus Rottenburg mit 13:15 im Tie-Break und musste sich am Ende mit einem Punkt begnügen.
Neben lobenden Worten für die starke Leistung des Gegners hob Trainer Rakic auch den außergewöhnlichen Support beider Fanlager hervor und zollte den mitgereisten Rottenburger Anhängern besonderen Respekt: „Nicht nur auf dem Feld haben die Rottenburger heute gezeigt, dass sie ein absoluter Gewinn für diese Liga sind. Ich bin jetzt schon eine ganze Weile dabei, und einen solchen Support auswärts habe ich nur selten erlebt. Wenn man sich das Ergebnis anschaut, war der treue und lautstarke Anhang vom Neckar vielleicht sogar das entscheidende Zünglein an der Waage, das letztlich über Sieg oder Niederlage entschieden hat.“ Auch an die eigenen Fans richtete Rakic dankbare Worte: „Natürlich möchte ich mich auch bei unseren Fans bedanken, die uns seit Wochen in jedem Heimspiel unterstützen, wo sie nur können, und uns auch in schwierigen Situationen zur Seite stehen. Ich hoffe, dass wir uns nach der Pause mit den entsprechenden Ergebnissen bei ihnen revanchieren können.“
Traumstart reicht nicht aus
Wie schon gegen Gotha erwischte das Team aus Unterfranken auch gegen Rottenburg einen famosen Start. TVR-Coach Scheuermann sah sich bereits früh im Satz gezwungen zu reagieren und nahm beim Spielstand von 5:10 seine zweite Auszeit. Zwar schien es kurzzeitig, als könne sich sein Team zurück ins Match kämpfen, doch die CERATONIA Volleys blieben konzentriert und bauten ihren Vorsprung zur Satzmitte weiter aus. Trotz personeller Wechsel und aller Bemühungen der Gäste blieb Eltmann seiner Linie treu, ließ nichts mehr anbrennen und sicherte sich den ersten Durchgang mit einem deutlichen 25:13-Erfolg. „Das war sicherlich unsere beste Leistung der Saison. Wir haben in allen Elementen überzeugt und gezeigt, dass wir in dieser Form jeden schlagen können. Was danach passiert ist, kann ich mir allerdings selbst nicht erklären. Wir schaffen es einfach nicht, diese Leistung über einen längeren Zeitraum konstant abzurufen – und das ist natürlich sehr schade, weil wir uns dadurch immer wieder um den verdienten Erfolg bringen“, so Kapitän Engel mit Blick auf die folgenden Durchgänge.
Eltmanns Achterbahnfahrt
Wie Kapitän Engel bereits angedeutet hatte, gelang es seinem Team – wie schon gegen Gotha – leider nicht, die starke Performance aus dem ersten Satz über die gesamte Spieldauer zu bestätigen. Nach einer beeindruckenden Vorstellung zum Auftakt wurden die CERATONIA Volleys nur wenig später unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Weder Spieler noch Zuschauer konnten sich den dramatischen Leistungseinbruch nach der Satzpause so recht erklären. Zwar reagierte Rottenburg personell und zeigte sich auch spielerisch deutlich verbessert, doch dürfte dies nicht der einzige Grund für den klaren 15:25-Satzverlust gewesen sein. Vielmehr offenbarte der Gastgeber nun gravierende individuelle Schwächen, die im ersten Durchgang kaum zu sehen waren und vom Gegner eiskalt ausgenutzt wurden. „Wir haben Rottenburg nach dem ersten Satz selbst wieder zurück ins Spiel gebracht. Das beginnt beim nachlassenden Aufschlagdruck, mit dem du einem so starken Team wie Rottenburg wieder Selbstvertrauen gibst. Auch wenn wir keine direkten Fehler gemacht haben, kommen deren Annahmespieler so natürlich immer besser zurecht, der Zuspieler kann variabler agieren, die Angreifer finden ihren Rhythmus – und unser Block- und Abwehrverbund hat es als Folge natürlich deutlich schwerer. Innerhalb eines Satzes fehlt uns dann vielleicht einfach noch die Qualität, darauf richtig zu reagieren und die passende Antwort zu finden“, analysierte Zuspieler Jason Lieb nach dem Spiel.
Entscheidung fällt im Tie-Break
Ein nahezu identisches Bild bot sich den Zuschauern auch in den Sätzen drei und vier. Nach der zehnminütigen Pause warfen die Eltmanner noch einmal alles in die
Waagschale, zogen Rottenburg früh den Zahn und sorgten mit einem klaren 25:14 für deutliche Verhältnisse. Zu Beginn des vierten Durchgangs war das Team von Trainer Rakic dann jedoch erneut kaum wiederzuerkennen. Als der Coach beim Stand von 13:17 seine zweite Auszeit nahm, konnte man sich in Eltmann bereits auf den Tie-Break einstellen. Dank einer starken Aufholjagd zum Ende des vierten Satzes verschlief Eltmann den Start des Entscheidungssatzes diesmal nicht und präsentierte sich von
Beginn an auf Augenhöhe. Auch wenn man durchweg einem knappen Rückstand hinterherlief, blieb das Spiel bis zum Stand von 13:13 völlig offen. „Wir haben im Tie- Break noch einmal nachgelegt und hatten Rottenburg am Rande der ersten Niederlage. Umso bitterer, dass wir allein in der Crunch-Time drei hochprozentige Möglichkeiten nicht nutzen konnten und den Sieg dadurch aus der Hand gegeben haben. Auch im vierten Satz hat uns am Ende nicht viel gefehlt. Wenn ich mir überlege, wie viele Aufschlagfehler wir gemacht haben, ärgert mich das natürlich umso mehr, weil wir die Chancen, die wir hatten, einfach nicht genutzt haben“, ärgerte sich Trainer Rakic nach dem Spiel, zeigte sich aber dennoch stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben uns deutlich gesteigert, zu keiner Zeit aufgegeben und immer an uns geglaubt. Wenn wir so weitermachen, bin ich mir sicher, dass wir uns bald auch wieder über einen Heimsieg freuen können.“
Für die CERATONIA Volleys stehen nun zunächst zwei spielfreie Wochenenden an, die das Team nutzen möchte, um weiter am Finetuning und an der Konstanz zu arbeiten. Weiter geht es dann am 22. November mit einem Doppelspieltag in Hessen, wo man neben dem Volleyballinternat Frankfurt außerdem auf das Spitzenteam aus Kriftel trifft.









