Eltmann setzt Ausrufezeichen in Mühldorf
Am Ende dieses Adventssonntags freuten sich Eltmanns Spieler nicht nur über den verdienten Sieg, sondern auch darüber, dass sie einem Aufeinandertreffen mit Knecht Ruprecht in Person von Trainer Rakic gerade noch einmal aus dem Wege gehen konnten. Mit einer starken, abgeklärten und in vielen Phasen beeindruckend erwachsenen Vorstellung bestätigten die CERATONIA Volleys ihren jüngsten Aufwärtstrend und entführten verdient drei Punkte aus Mühldorf.
Risiko belohnt – Aufschlag als Schlüssel
Eltmann setzte mutig auf ein hohes Aufschlagrisiko. Zwar rutschte der eine oder andere Service deutlich an der Linie vorbei, doch insgesamt passte die Balance hervorragend: Viele direkte Punkte, enormer Druck auf Mühldorfs Annahme und ein klarer Gewinn an Initiative im Spielverlauf. Es war genau die Aggressivität, die Rakic zuletzt gefordert hatte – und die seine Mannschaft nun sichtbar verinnerlicht. Auch im Angriff präsentierten sich die Unterfranken stabil und variabel. So fanden die Volleys beinahe immer eine Lösung, blieben geduldig und warteten clever, bis sich die Chance zum Punktgewinn auftat. Dieser Fortschritt blieb auch Rolf Werner nicht unverborgen, der in der Nachbesprechung am Dienstag lobende Worte fand und besonders Perica Stanic hervorhob. „Das war eine sehr abgezockte Leistung von Peki und hat mich sehr an seine Leisung aus der Meistersaison erinnert. Wir brauchen ihn nicht nur spielerisch, sondern hoffen natürlich auch, dass er uns emotional wieder in die richtige Richtung lenken kann.“
Ein Trend, der Bestand hat
Mit dem zweiten überzeugenden Auftritt in Folge machen die CERATONIA Volleys deutlich, dass ihre Formkurve nicht nur ein Strohfeuer ist. Statt von Wende oder Wunder zu sprechen, bleibt das Team jedoch bodenständig und weiß, dass ihnen noch eine lange und kräftezehrende Rückrunde bevorsteht. „Ich weiß gar nicht, wer das gesagt hat, weil ich keine Ahnung von Fußball habe, aber für uns gilt bis zum Ende der Saison das Motto, dass das nächste Spiel immer das schwerste ist. Wir müssen in jedem Spiel alles geben, wenn wir als Sieger vom Feld gehen wollen und dafür müssen wir hart trainieren und weiterhin als Mannschaft zusammenhalten.“, so Jannik Färber, der wohl noch immer davon überzeugt zu sein scheint, dass er von Volleyball mehr Ahnung als vom Fußball hat.
Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk?
Nun darf Eltmann eine Woche durchschnaufen, bevor am 20. Dezember das letzte Spiel des Jahres ansteht. Im gleichzeitig ersten Match der Rückrunde wollen Engel, Urban und Co. in Dresden nicht nur die Serie fortsetzen, sondern sich kurz vor Weihnachten mit einem Sieg selbst beschenken. „Es wäre sehr wichtig, etwas Zählbares aus Dresden mit nach Eltmann zu nehmen. Vor der kurzen Pause tut ein Erfolgserlebnis immer gut und hilft uns dabei, auch zwischen den Jahren am Ball zu bleiben und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren“, betont Libero Maximilian Kolbe, der nur zu gut um die Bedeutung der kommenden Partie weiß. Ob der Defensivspezialist seinen Worten anschließend auch persönlich Taten folgen lässt und während der Feiertage an seiner körtperlichen Fitness feilt, bleibt jedoch noch abzuwarten.