Eltmanns belohnt sich für kämpferische Leistung

CERATONIA Volleys zeigen Moral und sichern sich zwei wichtige Punkte

In einem hochklassigen und vor allem spannenden Spiel bezwingen die Volleyballer aus Eltmann den direkten Konkurrenten aus Leipzig knapp mit 3:2 und festigen damit zumindest den sechsten Tabellenplatz. Zwar verkleinert sich der Rückstand auf die Playoff-Ränge nicht wesentlich, doch in Unterfranken will man die Hoffnung noch nicht aufgeben und den Traum von den Playoffs in den verbleibenden Spielen am Leben halten.

Eltmann siegt trotz personeller Sorgen

Nachdem unter der Woche mit Melf Urban, Alex Duncan-Thibaut, Jason Lieb, Robin Stolle und Tobias Werner nahezu das gesamte Stammpersonal nicht wie gewohnt trainieren konnte, musste Trainer Rakic am Samstag reagieren. So starteten mit Kapitän Engel, Libero Maximilian Kolbe und Zuspieler Bruno Simunic gleich drei Routiniers gegen die

L.E. Volleys. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten kämpfte sich das Team schnell ins Spiel und zeigte dabei eine ansprechende Leistung. In der Crunchtime behielt man schließlich das bessere Ende für sich und konnte den ersten Satz knapp für sich entscheiden.

Fehlende Konsequenz und vergebene Chancen

Im zweiten und dritten Satz konnte Eltmann zwar über weite Strecken mit den starken Leipzigern mithalten, ließ in den entscheidenden Momenten jedoch die notwendige Konsequenz vermissen. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff erlaubte man sich zu viele Nachlässigkeiten, nutzte seine Chancen nicht und musste am Ende zusehen, wie der Gastgeber mit 2:1 in Führung ging. „In dieser Phase des Spiels ist es uns einfach nicht gelungen, unsere gute Ausgangslage zu nutzen, und wir haben Leipzig wieder zurück ins Spiel gebracht. Wenn wir den zweiten Satz gewinnen, bin ich mir sicher, dass wir hier mit drei Punkten nach Hause fahren“, so Kapitän Engel.

Mitte, Mitte, Mitte

Nach den bitteren Satzverlusten reagierte Trainer Rakic und brachte mit Zuspieler Jason Lieb frischen Wind in die Partie. Dem neuen Zuspieler gelang es, im Anschluss, den momentan wohl besten Mittelblocker der Liga immer wieder stark in Szene zu setzen. So sammelte Melf Urban anschließend Punkt um Punkt und entlastete somit das gesamte Team. Diese taktische Umstellung ermöglichte daraufhin auch den Außenangreifern immer wieder leichte Punkte, sodass man Leipzig zunehmend in den Griff bekam und den vierten Satz knapp für sich entscheiden konnte.
„Langsam wird es finanziell eng und ich muss mir überlegen, ob ich die nächsten Kästen vielleicht lieber im Angebot kaufen sollte.“, schmunzelt Melf Urban nach der erneuten Wahl zum MVP.

Angst vorm Gewinnen?

Im Tie-Break startete Eltmann wie die Feuerwehr und konnte sich dank einer Aufschlagserie von Robin Stolle schnell mit 6:1 absetzen. Wie so oft in dieser Saison schaffte man es jedoch nicht, dieses Polster zu nutzen, und brachte Leipzig noch einmal zurück in die Partie. Am Ende entschied ein Aufschlagfehler der Leipziger, der sein Ziel nur um Haaresbreite verfehlte, den knappen Sieg für Eltmann. „Der Aufschlag ist sinnbildlich für die ganze Partie. Am Ende geht der Ball halt eben nicht rein, weil wir es uns dann ein bisschen mehr verdient haben. Trotzdem verstehe ich nicht, wieso wir es uns immer so schwer machen und es uns nicht gelingt, unser hohes Niveau über die gesamte Spieldauer abzurufen“, zieht Libero Maximilian Kolbe in seiner Zusammenfassung eine Parallele zu einem seiner großen Idole, Oliver Kahn.

Fokus auf das nächste Wochenende

In den kommenden Tagen hofft man nun darauf, dass alle Spieler fit in die Trainingswoche starten, um sich optimal auf den anstrengenden Doppelspieltag vorzubereiten. Am kommenden Wochenende gastieren am Freitag (!) das Volleyballinternat Frankfurt sowie am Sonntag das Spitzenteam aus Kriftel in der Georg-Schäfer-Halle. „Ich hätte mir natürlich etwas Besseres für das Faschingswochenende vorstellen können, aber eigentlich ist es ja auch nichts anderes, wenn ich mir die ganzen Narren bei uns in der Mannschaft anschaue“, schmunzelt Zuspieler Bruno Simunic.