Mit Rückenwind aus Karlsruhe
Nach dem souveränen 3:0-Erfolg in Karlsruhe sind die CERATONIA Volleys am kommenden Wochenende gleich doppelt gefordert. Am Samstag empfängt man die Bundesligareserve aus Friedrichshafen, nur wenige Stunden später geht es gegen den TSV Mimmenhausen. Mit Blick auf die Tabelle möchte das Team die Chance nutzen, die eigene Position zu festigen, die positive Stimmung aus Karlsruhe mitnehmen und an die Leistungen des Hinspielwochenendes am Bodensee anknüpfen. „Wir müssen am Wochenende an der starken Leistung anknüpfen und so weitermachen, wie wir in Karlsruhe aufgehört haben“, betont Trainer Rakic. „Es geht jetzt darum, das Niveau über beide Spiele zu halten und eine Serie zu starten, die uns noch weiter nach vorne bringt.“
Serie starten und Konkurrenz unter Druck setzen
Da es nach guten Leistungen in der Vergangenheit immer wieder zu unerklärlichen Einbrüchen kam, ist das Team besonders fokussiert. Verspielte man in der Vergangenheit wichtige Punkte gegen direkte Konkurrenten, möchte man dieser Marotte nun ein jähes Ende setzen, vor eigenem Publikum Selbstvertrauen sammeln und mit breiter Brust in die entscheidenden Wochen starten. Jason Lieb, der bereits letzte Woche in das Phrasenschwein einzahlen musste, nimmt kein Blatt vor den Mund: „Das nächste Spiel ist immer das schwerste. Wir müssen uns jetzt voll auf Friedrichshafen und Mimmenhausen konzentrieren und an die Leistung aus den Hinspielen anknüpfen, wenn wir am Ende als Sieger vom Feld gehen wollen. Vorher will ich nichts von irgendwelchen Spielen gegen Gotha, Rottenburg oder Kriftel hören.“ Etwas weiter in seinen Planungen ist Libero Maximilian Kolbe, der abseits der Tabelle auch persönliche Motivationen verfolgt. „Wenn wir es wirklich in die Playoffs schaffen sollten, würde ich gerne auf Platz drei landen und gegen Mondorf spielen, damit meine Freundin endlich mal ein Spiel live sehen kann. Sollte Mondorf erster werden, wäre Platz vier natürlich auch okay“, scherzt Kolbe, würde aber auch den ersten Platz unterschreiben, sollte Mondorf auf Platz vier landen.
Doppelspieltag als Chance und Herausforderung
Wie Kapitän Engel aufgrund jahrelanger Erfahrung weiß, stellen zwei Spiele innerhalb von 48 Stunden nicht nur eine körperliche, sondern auch eine mentale Herausforderung dar. Neben den Grundtugenden des Volleyballs und einem selbstbewussten Auftreten ist auch der tiefe Kader entscheidend. „Wir sind nach Weihnachten alle fit und gesund zurückgekommen, und Raka kann zum Glück aus dem Vollen schöpfen.
Wir müssen unsere Kräfte gut einteilen und ich kann nur alle dazu auffordern, im Training Gas zu geben. Am Samstag und Sonntag brauchen wir jeden einzelnen Spieler und können es uns nicht erlauben, uns zu schonen“, so der sympathische Engel zum Abschluss des Interviews.
Tolle Menschen, tolle Stimmung
Besonders freut sich das Team darauf, nach mehreren Wochen wieder in die heimische Georg-Schäfer- Halle zurückzukehren, wo man an den Erfolg aus dem Derby im Vorjahr anknüpfen möchte – und natürlich für gute Laune auf den Rängen sorgen will. Ein besonderes Highlight dürfte die Rückkehr eines altbekannten Gesichts sein: Johannes Waigand wird Gerüchten zufolge am Sonntag wieder in Eltmann zu sehen sein. Der ehemalige Mittelblocker hinterließ zu seiner Zeit am Main nicht nur als Motivator, sondern auch als journalistisches Genie seine Fußstapfen. „Wenn das stimmt, freue ich mich natürlich riesig und kann es kaum erwarten, ihn wiederzusehen“, schwärmt Trainingsweltmeister Thomas Stretz.