CERATONIA Volleys vor schwerer Aufgabe in Rottenburg
Viel Zeit zum Grübeln bleibt den CERATONIA Volleys nach der bitteren Niederlage in Gotha nicht. Bereits am kommenden Samstag wartet mit Rottenburg das nächste Spitzenteam der Liga. Die Aufgabe könnte kaum anspruchsvoller sein – gleichzeitig bietet sie die große Chance, endlich auch im direkten Duell mit der Konkurrenz ein Ausrufezeichen zu setzen.
Spitzenteam als Gradmesser
Wenn die Unterfranken im Tabellenbild noch etwas bewegen wollen, wird es unumgänglich sein, auch Teams zu schlagen, die aktuell vor ihnen stehen. Bisher gelang dies in dieser Saison lediglich am ersten Spieltag gegen Dresden. In allen weiteren Partien gegen direkte Konkurrenten zog man trotz meist ordentlicher Leistungen den Kürzeren. Gegen Rottenburg soll sich dieses Muster nun endlich durchbrechen lassen. Die Leistung in Gotha macht dabei Mut. Über weite Strecken begegnete man dem amtierenden Meister auf Augenhöhe – nun gilt es, diese Qualität auch gegen Rottenburg über die volle Distanz auf das Feld zu bringen und sich dafür zu belohnen.
Personelle Fragezeichen und taktische Überlegungen
Ein entscheidender Faktor könnte die personelle Situation werden. Besonders die Rückkehr von Zuspieler Jason Lieb würde dem Spiel der CERATONIA Volleys zusätzliche Stabilität verleihen. Ob er rechtzeitig wieder einsatzfähig ist, bleibt jedoch abzuwarten. Ebenso spannend dürfte sein, welche Schlüsse Trainer Rakic aus den bisherigen Duellen mit der direkten Konkurrenz zieht. Nach mehreren Niederlagen in ähnlicher Formation stellt sich die Frage, ob er personell oder taktisch neue Impulse setzt.
Tollhaus Rottenburg und alte Bekannte
Unabhängig von allen sportlichen Aspekten ist Rottenburg immer ein besonderes Pflaster. Die Atmosphäre in der Halle gilt ligaweit als außergewöhnlich und macht jedes Gastspiel zu einer intensiven – wenn auch reizvollen – Erfahrung. Ein bekanntes Gesicht auf gegnerischer Seite wird zudem Timon Schippmann sein, der ehemaligen Mitspieler der Eltmanner.
Fokus auch neben dem Feld
Nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch ist volle Konzentration gefragt. Die Anreise in Richtung Rottenburg erfordert aufgrund der aktuellen Wetterlage besondere Planung. Vor zwei Jahren stand die Fahrt bereits einmal auf wackeligen Beinen – damals mit einem kuriosen Ausgang, an dessen Ende ein Sieg stand, der nicht zuletzt einem lokalen Bauern zu verdanken war. Dieses Mal hofft man, dass die Reise reibungslos verläuft und sich der Fokus voll und ganz auf das Spiel richten kann. Die Voraussetzungen für ein intensives und richtungsweisendes Duell sind jedenfalls gegeben. Will man im Kampf um die Playoff-Plätze ein ernsthaftes Wort mitreden, führt an einer überzeugenden Leistung in Rottenburg kein Weg mehr vorbei.