CERATONIA Volleys zu Gast in Grafing
Nach dem hart erkämpften Fünf-Satz-Erfolg in Regensburg wartet auf die CERATONIA Volleys Eltmann bereits die nächste anspruchsvolle Auswärtsaufgabe. Am
Samstagabend gastieren die Unterfranken beim TSV Grafing. Und auch wenn der Blick auf die Tabelle zunächst eine klare Rollenverteilung vermuten lässt, dürfte die Mannschaft von Trainer Chris Nowak gewarnt sein. Denn die Oberbayern verfügen über deutlich mehr Qualität, als es der bisherige Saisonverlauf widerspiegelt.
Mit Rückenwind zum nächsten bayerischen Duell
Für Eltmann geht es darum, an die jüngsten Auftritte anzuknüpfen. Besonders der 3:2-Erfolg in Regensburg dürfte der Mannschaft zusätzliches Selbstvertrauen gegeben haben. Nach einer zwischenzeitlichen 1:2-Führung der Donau Volleys fanden die Unterfranken zurück in die Partie, behielten auch in schwierigen Phasen die Ruhe und entschieden das Spiel nach 140 intensiven Minuten noch für sich. Damit blieb Eltmann auch auswärts ungeschlagen. Gleichzeitig lieferte die Partie eine wichtige Erkenntnis für die kommenden Aufgaben: In dieser ausgeglichenen Liga gibt es auswärts kaum einfache Spiele. Genau darauf stellt Chris Nowak seine Mannschaft auch vor dem Gastspiel in Grafing ein. „Jedes Auswärtsspiel ist ein harter Kampf, das haben wir in Regensburg gesehen und die gleiche Intensität erwarten wir auch in Grafing“, so der Eltmanner Coach.
Grafing stärker als der Tabellenplatz
Dass die Aufgabe alles andere als einfach wird, zeigt ein genauerer Blick auf den Grafinger Kader. Die Oberbayern stehen aktuell mit drei Siegen und vier Niederlagen auf Tabellenplatz neun und wollen nach der Niederlage im Derby gegen Mühldorf vor heimischem Publikum eine Reaktion zeigen. Eltmann reist dagegen mit sechs Siegen aus sieben Spielen als Tabellendritter nach Oberbayern. Der aktuelle Tabellenstand der Gastgeber täuscht allerdings über deren Möglichkeiten hinweg. Grafing konnte vor der Saison unter anderem von den Veränderungen im Münchner Erstliga-Volleyball profitieren. Mit Florian Krenkel, Matti Burmann, Lennart Wendt, Mark Gumeniuk und Juro Petrusic stehen gleich mehrere erstligaerfahrene Akteure im Kader. Dazu kommt ein eingespielter Kern, der bereits seit mehreren Jahren auf gutem Zweitliga-Niveau zusammenspielt. Entsprechend selbstbewusst blickt auch Grafing auf die Partie. Trainer Max Krumbholz fordert von seiner Mannschaft, „Fighting Bayrisch“ vom ersten bis zum letzten Punkt zu verkörpern. Besonderes Augenmerk legt man bei den Gastgebern auf Eltmanns Diagonalangreifer Alexander Duncan-Thibault, der der Grafinger Defensive bereits in der vergangenen Saison große Probleme bereitete. Grafing selbst sieht vor allem eine stabile Annahme als wichtige Grundlage, um gegen die CERATONIA Volleys bestehen zu können.
Ein Klassiker mit gemeinsamer Vergangenheit
Ohnehin ist das Aufeinandertreffen weit mehr als nur das Duell des Dritten gegen den Neunten. Eltmann und Grafing verbindet eine lange gemeinsame Vergangenheit. Seit vielen Jahren treffen beide Vereine immer wieder in hochklassigen und häufig engen Begegnungen aufeinander. Gerade zwischen 2018 und 2021 gehörten beide Mannschaften regelmäßig zu den prägenden Teams und lieferten sich intensive Duelle. Auch die Voraussetzungen vor dieser Saison ähneln sich: Beide Mannschaften gingen mit zahlreichen neuen Spielern und einem neuen Trainer in die Spielzeit. Während Eltmann bislang schnell seinen Rhythmus gefunden hat, wartet Grafing noch darauf, das vorhandene Potenzial konstant auf das Feld zu bringen. Das macht die Partie für Chris Nowak und sein Team umso gefährlicher. Schon der Auftritt in Regensburg hat gezeigt, wie schnell ein vermeintlich klarer Favorit auswärts unter Druck geraten kann. Gleichzeitig haben die CERATONIA Volleys dort bewiesen, dass sie inzwischen auch solche schwierigen Situationen lösen können.
Nächster Härtetest in der Fremde
Für Eltmann bietet sich damit die Chance, die starke Auswärtsserie fortzusetzen und sich weiter in der Spitzengruppe festzusetzen. Dafür braucht es in der Grafinger Jahnsporthalle jedoch von Beginn an die nötige Konsequenz. Die Gastgeber werden nach ihrem schwierigen Saisonstart alles daransetzen, vor eigenem Publikum ein Ausrufezeichen zu setzen. Für die CERATONIA Volleys heißt es deshalb einmal mehr: den Tabellenstand ausblenden, die Intensität des Gegners annehmen und über das eigene Spiel die Kontrolle gewinnen. Gelingt das, wollen die Unterfranken auch vom nächsten bayerischen Auswärtsspiel Zählbares mit nach Hause nehmen.