CERATONIA Volleys bestehen nächsten Härtetest in Regensburg
Nach dem überzeugenden Derbyerfolg gegen Schwaig wartete auf die CERATONIA Volleys Eltmann in Regensburg die erwartet unangenehme Aufgabe. Der Aufsteigerverlangte den Unterfranken über fünf Sätze alles ab, am Ende setzte sich Eltmann nach 140 intensiven Minuten mit 3:2 (25:20, 25:27, 20:25, 25:21, 15:11) durch und nahm zwei wichtige Punkte mit nach Hause. Regensburg kämpfte aufopferungsvoll und brachte Eltmann zwischenzeitlich gehörig ins Wanken. Doch die CERATONIA Volleys behielten die Ruhe und fanden rechtzeitig zurück in die Partie.
Von der Kontrolle ins Hintertreffen
Dabei hatte der Abend zunächst ganz nach dem Geschmack der Gäste begonnen. Trainer Chris Nowak nutzte die Partie zur Rotation: Kapitän Melf Urban wurde geschont, dafür rückte Ben Urban in die Starting Six. Zudem starteten Benedikt Gerken und Tim Gebauer für Philipp Oster und Johnny Engel. Dem Eltmanner Spiel war die Rotation zunächst kaum anzumerken. Nach ausgeglichenem Beginn übernahmen die CERATONIA Volleys zunehmend die Kontrolle und holten sich Satz eins mit 25:20.
„Gerade über die Mitte haben wir es am Anfang sehr gut gemacht und sind immer wieder zu leichten Punkten gekommen. Natürlich funktioniert das nur, wenn der Rest auch stimmt. Ich bin sehr zufrieden damit, wie die einzelnen Elemente immer besser ineinandergreifen“, lobte Chris Nowak den Auftritt seiner Mannschaft. Doch mit Beginn des zweiten Satzes kippte das Bild. Zu viele Aufschlagfehler und einige leichtfertig vergebene Chancen brachten Regensburg zurück ins Spiel. Die Gastgeber nutzten ihre Möglichkeiten, holten sich den umkämpften Durchgang mit 27:25 und nahmen den Schwung direkt mit in Satz drei.
Nun zeigten die Donau Volleys, warum Eltmann bereits im Vorfeld vor dem starken Aufsteiger gewarnt hatte. Vor allem in der Defensive präsentierte sich Regensburg bärenstark und fand gleichzeitig immer wieder kluge Lösungen gegen den Eltmanner Block. Das 25:20 im dritten Satz bedeutete die 2:1-Führung und gleichzeitig den verdienten Punkt für die Gastgeber.
Eltmann findet zurück
Doch genau in dieser Situation zeigte sich die vielleicht wichtigste Entwicklung auf Eltmanner Seite. Die Mannschaft gab die Partie zu keinem Zeitpunkt verloren. Statt nach zwei Satzverlusten weiter an Stabilität einzubüßen, sammelte sie sich, fokussierte sich neu und hielt dem Druck der inzwischen selbstbewusst auftretenden Gastgeber stand. Im vierten Satz übernahm Eltmann zunehmend wieder das Kommando. Auch wenn Regensburg die Partie vor allem dank starker Abwehrarbeit lange offenhielt, setzten sich die CERATONIA Volleys zur Satzmitte entscheidend ab. Mit dem 25:21 erzwangen sie den Tie-Break und sicherten sich damit bereits den nächsten Auswärtspunkt. Auch dort musste Eltmann zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Regensburg startete stark und führte mit 5:2, ehe Chris Nowak mit einer Auszeit reagierte und dort scheinbar die richtigen Worte fand. Eltmann behielt im Anschluss die Ruhe, kämpfte sich Punkt für Punkt zurück und setzte die Vorgaben des Trainerteams konsequent um. In der entscheidenden Phase waren die Unterfranken schließlich sowohl individuell als auch als Mannschaft wieder voll auf der Höhe, sicherten sich den Tie-Break mit 15:11 und bleiben damit auswärts weiterhin ungeschlagen. „Wirklich klasse war, dass wir das Spiel zu keinem Zeitpunkt verloren gegeben haben und uns in Satz vier noch mal sammeln und neu fokussieren konnten. In Satz vier und fünf spielte Regensburg weiter sehr stark, wir konnten in der Phase aber dem Druck standhalten und waren individuell, aber auch mannschaftlich wieder voll auf der Höhe.“, fasste Nowak die entscheidende Phase zusammen. Dabei zollte der Eltmanner Coach auch dem Gegner Respekt, lobte insbesondere die starke Defensivarbeit der Gastgeber und hatte trotz der intensiven Partie noch ein Auge für die kleinen Details neben dem Feld: Passend zu Halloween waren die ehrenamtlichen Wischer und Ballroller als Minions verkleidet.
Der nächste Schritt nach Gotha
Für die CERATONIA Volleys ist der Erfolg mehr als nur ein weiterer Sieg. Noch gegen den amtierenden Meister aus Gotha hatte Eltmann ein hochklassiges Fünf-Satz-Spiel knapp mit 2:3 verloren. In Regensburg folgte nun der nächste Schritt. Trotz der Rotation und ohne den geschonten Kapitän Melf Urban zeigte die Mannschaft erneut, dass sie auch in unterschiedlichen Konstellationen konkurrenzfähig ist und jedem Gegner Paroli bieten kann. Genauso wichtig dürfte dabei die Erkenntnis sein, auch nach einem 1:2-Satzrückstand die Ruhe zu bewahren und ein solches Spiel noch drehen zu können.
Alte Bekannte warten in Grafing
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Mit dem TSV Grafing wartet bereits der nächste bayerische Gegner und damit ein Duell mit reichlich gemeinsamer Vergangenheit. Eltmann und Grafing kennen sich seit vielen Jahren aus zahlreichen hochklassigen und engen Begegnungen. Gerade zwischen 2018 und 2021 prägten beide Vereine eine Phase, in der die Meisterschaft mehrfach über eine der beiden Mannschaften führte. Entsprechend dürfte auch das nächste Aufeinandertreffen wieder seinen besonderen Reiz haben. Für Eltmann bietet sich dabei die nächste Gelegenheit, die starke Auswärtsserie fortzusetzen und auch aus Grafing Zählbares mit nach Hause zu nehmen.