Eltmann feiert souveränen 3:0-Erfolg in Karlsruhe
Die CERATONIA Volleys sind am vergangenen Samstag mit einem klaren Sieg in das neue Jahr gestartet. Nach dem bitteren Jahresabschluss meldete sich das Team in Karlsruhe eindrucksvoll zurück und beglich zugleich die offene Rechnung aus dem Hinspiel. Dank einer konzentrierten und stabilen Vorstellung zogen die Eltmänner in der Tabelle an den Badenern vorbei und dürfen sich weiterhin berechtigte Hoffnungen auf eines der begehrten Playoff-Tickets machen.
Dominant und geschlossen über drei Sätze
Von Beginn an war zu spüren, dass die Ansprache von Vorstand Rolf Werner unter der Woche ihre Früchte getragen hatten. Mit einer seriösen Körperprache und einer geschlossenen Mannschaftsleistung agierte das Team von Trainer Rakic stets fokussiert, variabel im Angriff und auch in den übrigen Spielelementen sehr stabil. Auch die Sätze zu Beginn noch sehr ausgeglichen verliefen, gelang es Eltmann in den entscheidenden Phasen das Tempo anzuziehen, den Druck zu erhöhen und sich einen klaren Vorsprung zu erspielen, den man dann auch souverän verwalten konnte.
„Ich bin froh, dass wir die richtige Reaktion gezeigt haben und meine Worte unter der Woche wohl bei allen angekommen sind. Ich hoffe natürlich, dass ich das jetzt nicht vor jedem Spiel machen muss und sich jeder der aktuellen Situation bewusst ist. Wenn die Mannschaft so auftritt, bin ich zufrieden und kann mit jedem Ergebnis leben, auch wenn es natürlich umso schöner ist, wenn man am Ende drei Punkte mit nach Eltmann nehmen darf.“, so Werner nach dem Spiel.
Urban-Brüder im Fokus
Einmal mehr ragte Mittelblocker Melf Urban heraus, der verdient mit der MVP-Auszeichnung geehrt wurde. Allerdings hätte an diesem Nachmittag auch sein Bruder Ben gute Argumente auf seiner Seite gehabt. Mit starken Blockaktionen und sehenswerten Angriffen sorgte er immer wieder für spektakuläre Highlights. Lediglich im Aufschlag fehlte ihm an diesem Tag das letzte Quäntchen Konstanz. Mit einem Augenzwinkern nahm Ben Urban die verpasste Auszeichnung sportlich: „Ich hatte schon das Gefühl, dass es in Richtung MVP gehen könnte. Beim Aufschlag habe ich dann kurz überlegt, ob ich mir die fällige Kiste diesen Monat überhaupt noch leisten kann, oder ob ich sie doch lieber direkt meinem Bruder zahlen lasse.“
Wichtiger Erfolg in einer spannenden Liga
Auch wenn sich Gotha und Rottenburg an der Tabellenspitze bereits einen komfortablen Vorsprung erspielt haben, bleibt es dahinter hochspannend. Gerade im Kampf um die Playoff-Plätze zählt jeder Sieg, sodass der Auswärtserfolg gegen den direkten Konkurrenten aus Karlsruhe am Ende vielleicht sogar mehr als drei Punkte wert sein könnte. Vor dem anstehenden Doppelspieltag am kommenden Wochenende vor heimischer Kulisse richtet sich der Blick daher bereits nach vorne. Zwei Erfolge wären ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz und könnten den Druck spürbar verschieben. „In der Liga kann jeder jeden schlagen. Auch wenn wir aktuell nur auf dem sechsten Platz stehen, sind noch einige Punkte zu vergeben – und bekanntlich wird am Ende abgerechnet“, weiß Jason Lieb um die Chancen seiner Mannschaft, hofft dabei jedoch zeitgleich, nichts in das obligatorische Phrasenschwein einzahlen zu müssen.