CERATONIA Volleys mit durchwachsenem Doppelspieltag

Souveräner Sieg gegen Frankfurt – bitteres Lehrstück in Kriftel

Die CERATONIA Volleys haben ein intensives Wochenende hinter sich. Während Eltmann am Samstag mit einem klaren 3:0-Erfolg gegen das Volleyballinternat Frankfurt überzeugte, musste sich die Mannschaft am Sonntag in Kriftel trotz guter Ansätze geschlagen geben. Nach fünf Siegen aus zehn Partien ist klar: Die Unterfranken können mit den Topteams mithalten, müssen ihre Chancen in kritischen Momenten aber konsequenter nutzen.

Pflicht souverän erfüllt – 3:0 gegen Frankfurt

Gegen das junge und talentierte Team des Volleyballinternats Frankfurt erwischten die CERATONIA Volleys einen Start nach Maß, setzten den Gegner konstant unter Druck und entschieden den ersten Satz mit einem deutlichen 25:7 (!) für sich. Mit dem klaren Vorsprung im Rücken nutzte Trainer Rakic die Gelegenheit, unterschiedliche Rotationen zu testen. So erhielt jeder Spieler Einsatzzeit, um sich für die Startformation am folgenden Sonntag zu empfehlen und zugleich die ein oder andere verpasste Trainingseinheit auf Wettkampfniveau zu kompensieren. Auch wenn der Spielfluss durch die vielen Wechsel phasenweise litt und Frankfurt zunehmend besser ins Spiel fand, ließ Eltmann keine Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen und setzte sich letztlich verdient mit 3:0 durch. Trotz des deutlichen Ergebnisses fand Rakic lobende Worte für die Hessen: „Frankfurt hat unglaublich viel Talent im Kader.
Diese Jungs werden ihren Weg gehen, und ich bin mir sicher, dass wir den ein oder anderen Spieler in Zukunft noch öfter sehen werden.“

Vertane Chancen und ein starker Gegner – Niederlage in Kriftel

Das Duell am Sonntag in Kriftel begann vielversprechend: Eltmann erwischte einen starken Auftakt, erspielte sich mehrfach komfortable Führungen und hatte beste Möglichkeiten, den ersten Satz zu entscheiden. Doch wie bereits so oft in dieser Saison fehlte in den entscheidenden Momenten die nötige Ruhe und Konsequenz. Wieder einmal ließ das Team um Kapitän Engel eine gute Ausgangslage ungenutzt. „Ich verstehe es langsam einfach nicht mehr. Wenn es wenigstens jedes Mal dieselben Fehler wären, könnte ich es mir vielleicht noch erklären. Aber bei uns ist es wirklich so, dass dann plötzlich gar nichts mehr klappt – wir finden keine Lösungen im Angriff, sind im Block zu spät, verschlagen einen Aufschlag und kassieren am Ende noch ein Ass“, analysierte der sichtlich enttäuschte Kapitän den Satzverlust.

Als wäre der bittere Satzverlust nicht schon schwer genug zu verkraften gewesen, hatte Eltmann nun genau das geschafft, was man unbedingt vermeiden wollte – und zu Beginn noch hervorragend im Griff hatte: den Gegner stark zu machen. Wie ausgewechselt und bis in die Haarspitzen motiviert startete der Gastgeber in den zweiten Satz, setzte sich früh ab und ließ keinerlei Zweifel daran, dass er Eltmann nicht noch einmal ins Spiel zurückkommen lassen würde. Trotz mehrerer personeller Wechsel fand Eltmann in der Folge keine Mittel mehr, um Kriftel ernsthaft zu gefährden. Der Vizemeister aus dem Vorjahr war den Unterfranken in nahezu allen Elementen überlegen. Nach lediglich 73 Minuten war die Partie beendet – und die Enttäuschung sowie sichtliche Ratlosigkeit stand nicht nur den Spielern, sondern auch den mitgereisten Fans ins Gesicht geschrieben. „Wir reden immer von den Playoffs und vom Talent und Potenzial in der Mannschaft, schaffen es aber nicht, gegen die besten Teams der Liga zu punkten. Fakt ist: Fünf Niederlagen aus zehn Spielen lassen sich nicht allein mit Glück oder Pech erklären. Ich weiß nicht, ob es bei allen angekommen ist, aber wir gehen längst nicht mehr als Favorit in solche Partien und müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten. Das fängt im Training an und endet mit dem letzten Ball – nicht früher und nicht später“, zeigt sich Mittelblocker Melf Urban, der noch zu einem der wenigen Lichtblicke vom Sonntag zählte, selbstkritisch.

Fahrplan bis Weihnachten

Mit fünf Siegen aus zehn Spielen rangiert Eltmann nach dem Doppelspieltag im Tabellenmittelfeld der Liga. Vor Weihnachten beginnt nun eine entscheidende Phase, bevor es nach einer intensiven Vorrunde in die Winterpause geht. Mit Schwaig, Mühldorf und Dresden warten noch einmal drei echte Prüfsteine auf die Mannschaft von Trainer Robert Rakic – Spiele, in denen die Volleys dringend Punkte benötigen, um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht zu verlieren. Rakic fordert deshalb im Jahresendspurt absolute Konsequenz und Entschlossenheit: „Ich will in den drei Spielen von jedem einzelnen Spieler sehen, dass er den Kampf annimmt, sich im Training den Allerwertesten aufreißt und im entscheidenden Moment Verantwortung übernimmt.“, so der Coach. Ob die Mannschaft diese Forderungen umsetzen kann, wird sich bereits am kommenden Wochenende zeigen, wenn im Derby gegen Schwaig das nächste Heimspiel ansteht. Anpfiff in der Georg-Schäfer-Halle ist diesmal zu ungewohnter Zeit am Sonntag um 16:00 Uhr.